Termine gegen den Stress

Jedes Jahr beschleicht uns ein Gefühl der Zeitknappheit angesichts der bedrohlich dicht gesäten Eintragungen in unseren Agenden, wenn wir auf die Festtage zusteuern. Die wilde Jahresendrallye durch ungenutzte Oasen der Besinnlichkeit lässt selbst Begegnungen im familiären und freundschaftlichen Umfeld zu Pflichtübungen verkommen, müde schleppt man sich von Termin zu Termin. Muss das so sein? Mitnichten!

In meiner Familie haben wir eine strikte Regelung eingeführt: In erster Priorität schenken wir uns Zeit – egal, ob der selbstgebastelte Adventskalender ästhetischen Ansprüchen genügt oder die Güeziauswahl begrenzt ist. Sie kennen es vermutlich auch: Selbst das ausgeklügeltste Menü löst allfällige unterschwellige Anspannungen nicht – „Wir wollen es schön haben…!“ funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern basiert auf Musse und Geschmeidigkeit, auf ausgeschalteten Handys und dadurch geschärfter Aufnahmebereitschaft für das direkte Gegenüber.

So, und warum erzähle ausgerechnet ich Ihnen dies alles? Weil auch die Musik in dieser Jahreszeit mit diversen Terminen aufwartet. Zahlreiche Konzerte und Aufführungen locken, bedeuten aber zusätzliche Termine… Und dennoch bin ich überzeugt, dass dies kein Stress, sondern (entschuldigen Sie bitte das Modewort) „quality time“ erzeugt.

Ein Konzertbesuch ist kein zusätzlicher, abzuhakender Termin, sondern eine Möglichkeit, sich Gutes zu tun, ein musikalisches Time-Out  in einem angenehmen, anregenden Rahmen. Also: Das Gegenteil von Stress.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten und genüsslichen Einstieg in die Festzeit.

One comment

  1. Besten Dank für diese wohltuenden Worte – ich versuche etwas davon in diesem Advent umzusetzen…!

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